Magnetresonanztomographie (MRT) | MVZ Herne
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Magnetresonanztomographie (MRT)

Die Magnetresonanztomographie – auch MRT oder Kernspintomographie genannt – ist das präziseste Schnittbildgebungsverfahren für die Darstellung von Organen und Gelenken, da sie Weichteile, Gewebe, Knorpel und Knochen ohne Röntgenstrahlung detailreich abbildet.

Im MVZ Herne Ärzte Hölkeskampring stehen modernste MRT-Geräte für eine präzise Diagnostik zur Verfügung. Hochmoderne Geräte ermöglichen eine herausragende Bildqualität, die Basis für einen guten Befund und dann auch eine gute Therapieentscheidung sind. Hier stehen zwei 3-Tesla-MRT sowie ein 1,5-Tesla-MRT zur Verfügung. 

Wie läuft die MRT-Untersuchung ab?

Eine MRT-Untersuchung verläuft schmerzfrei und folgt einem standardisierten Ablauf:

Vorbereitung und Sicherheits-Check 

Vor der Untersuchung füllen Patienten einen Fragebogen aus, um metallische oder elektronische Gegenstände im Körper auszuschließen. Da das MRT mit einem extrem starken Magnetfeld und elektromagnetischen Impulsen arbeitet, müssen sie in einer Kabine alle metallischen Gegenstände ablegen:

  • Schmuck, Uhren und Piercings
  • Gürtel, Münzen und Schlüssel
  • Brillen und herausnehmbaren Zahnersatz
  • EC-Karten (der Magnetstreifen wird gelöscht)
  • Kleidung mit Metallteilen (Reißverschlüsse, BH-Bügel, Nieten)

Wichtig: Patienten mit fest eingebauten Implantaten wie z.B. Herzschrittmachern, älteren künstlichen Herzklappen oder bestimmten Metallsplittern im Körper dürfen oft nicht oder nur unter speziellen Sicherheitsvorkehrungen in das MRT.

Lagerung auf der Untersuchungsliege 

Der Patient legt sich auf eine fahrbare Liege. Das medizinische Personal sorgt für die richtige Positionierung:

  • Spulen: Über die zu untersuchende Körperregion (z. B. Kopf, Knie oder Schulter) wird eine sogenannte Spule gelegt. Diese funktioniert wie eine Antenne, um die Signale aus dem Körper optimal zu empfangen.
  • Gehörschutz: Da das MRT-Gerät während der Messung sehr laute, klopfende und ratternde Geräusche macht, erhalten Patienten Ohrstöpsel oder einen Kopfhörer mit Musik.
  • Notfallklingel: Patienten bekommen einen Ball in die Hand (Nofallklingel). Drücken sie diesen, wird die Untersuchung sofort unterbrochen, und das Team spricht über eine Gegensprechanlage mit ihnen.
Patientin wird in das MRT geschoben

Während der MRT-Untersuchung müssen Patienten absolut still liegen. Um die richtige Lagerung kümmert sich das Personal.

Die eigentliche Untersuchung 

  • Ruhig liegen: Während der gesamten Messung müssen Patienten absolut still liegen. Jede Bewegung führt zu Verwacklungen und macht die Bilder schlechter.
  • Atmung: Bei Untersuchungen des Brust- oder Bauchraums erhalten Sie über den Kopfhörer kurze Atemkommandos (z. B. „Einatmen, Ausatmen, Luft anhalten“).

Wie lange dauert ein MRT?

Eine MRT-Untersuchung dauert je nach Körperregion und Fragestellung zwischen 10 und 20 Minuten.

Was kann man im MRT untersuchen und welche Diagnosen sind möglich?

Im MRT kann man eine Vielzahl an Diagnosen finden. Im MVZ Herne Ärzte Hölkeskampring werden MRT-Untersuchungen sämtlicher Körperregionen durchgeführt. Untenstehend sind einige Beispiele zu finden.

Kniegelenk (Knie-MRT) 

Das Kniegelenk wird besonders häufig nach Sportverletzungen oder bei chronischen Beschwerden untersucht. Knieschmerzen sind ein häufiges Symptom und treten nicht nur im fortgeschrittenen Alter auf. Auch Überlastung kann zu Knieproblemen führen. Ist bereits eine Arthroskopie oder OP am Knorpel oder Meniskusbehandlungen durchgeführt worden, ist es bei neuen Schmerzen im Knie notwendig den Erfolg der OP zu kontrollieren und mögliche Komplikationen im Verlauf aufzudecken.  Einen ersten Hinweis auf die Ursache gibt die genaue Lokalisation von Beschwerden: Schmerzen an der Innenseite vom Knie oder auf der Außenseite? Vorne an der Kniescheibe oder hinten in der Kniekehle? Die Ärzte werden Patienten vor der Untersuchung genau dazu befragen.
Im MRT sind die folgenden Strukturen sichtbar: Menisken (Innen- und Außenmeniskus), Kreuzbänder (vorderes und hinteres), Seitenbänder, Gelenkknorpel, Knochenstruktur (Femur, Tibia, Patella), Schleimbeutel und die Synovia (Gelenkschleimhaut).

Knie-MRT – Häufige Befunde:

  • Meniskusriss
  • Kreuzbandriss oder Kreuzbandzerrung
  • Knorpelschaden (Chondromalazie) oder Kniegelenkarthrose (Gonarthrose)
  • Knochenmarködem („Bone Bruise“ nach Trauma)
  • Schleimbeutelentzündung (Bursitis) oder Baker-Zyste in der Kniekehle
MRT Knie

MRT-Scan des Knies

Schultergelenk (Schulter-MRT) 

Das Schultergelenk ist das beweglichste Gelenk des Körpers und anfällig für Verschleiß und Sehnenverletzungen. Je nach Alter stehen an der Schulter verschiedene Erkrankungen im Vordergrund. Häufig liegt bei Schulterschmerzen eine enge des Schulterdaches vor, die dann im Laufe der Jahre verschiedene Strukturen in Mitleidenschaft zieht und vielerlei Schulterprobleme verursachen kann. Auch Verkalkungen, die dann in der Folge zu Entzündungen der Schulter führen können dargestellt werden.

Im MRT sind die folgenden Strukturen sichtbar: Rotatorenmanschette (wichtigste Sehnenplatte der Schultermuskulatur), Bizepssehne, Labrum (Gelenklippe), Gelenkkapsel, Schulterdach (Akromion) und Schleimbeutel. Schultereckgelenk (AC-Gelenk)

Schulter-MRT – Häufige Befunde:

  • Rotatorenmanschettenriss (Sehnenriss)
  • Impingement-Syndrom (Engpasssyndrom unter dem Schulterdach)
  • Kalkschulter (Tendinitis calcarea)
  • Labrumriss (z. B. SLAP-Läsion nach Schulterausrenkung)
  • Frozen Shoulder (adhäsive Kapsulitis / Gelenkkapselentzündung)

Hüft-MRT: Hüftgelenk und Becken 

Die Hüfte und der Beckenring tragen das Hauptgewicht des Rumpfes. Bei unklaren Schmerzen der Leiste und der hinteren (glutealen) Beckenregion oder bei bestimmten Bewegungen der Hüfte werden oft im MRT abgeklärt, da es viele verschiedene Ursachen geben kann, die ohne MRT nur schwer auseinander zu halten sind. Neben Hüftverletzungen sind es oft die chronischen Hüftschmerzen nach Belastung, Sport oder bestimmten Drehbewegungen, die weiter abgeklärt werden müssen. Die verschiedenen Ursachen erfordern oft ganz verschiedene orthopädische Maßnahmen.

Im MRT sind die folgenden Strukturen sichtbar: Hüftkopf und Hüftpfanne, Gelenkknorpel, Labrum acetabulare (Knorpellippe der Pfanne), umliegende Sehnenansätze (z. B. Gesäßmuskeln) sowie die Becken- und der Schenkelhalsknochen.

Hüft MRT – Häufige Befunde:

  • Hüftarthrose (Coxarthrose)
  • Hüftkopfnekrose (Absterben von Knochengewebe durch Durchblutungsstörungen)
  • Femoroacetabuläres Impingement (FAI / knöcherne Fehlanlage an Hüftkopf oder Pfanne)
  • Labrumriss der Hüfte
  • Schenkelhalsfraktur (insbesondere okkulte/versteckte Ermüdungsbrüche)

Sprunggelenk und Fußgelenke (Fuß-MRT)

Diese Gelenke sind extremen Stoßbelastungen ausgesetzt und knicken bei Unfällen häufig um. Gerade Treppenstürze oder Verkehrsunfälle sind eine häufige Ursache für MRT-Untersuchungen, wenn die Beschwerden sich nicht von alleine bessern. Komplexe Bänder sichern die Gelenke, können aber auch bei Verletzungen reißen. Umknicken, aber auch Dauerbelastungen führen zu spezifischen Befundmustern.
Im MRT sind die folgenden Strukturen sichtbar: Außenbänder (Ligamentum talofibulare anterius u.a.), Innenband (Deltaband), Achillessehne, Sehnen der Peroneus- und Schienbeinmuskeln, Knorpelflächen von Sprungbein (Talus) und Schienbein (Tibia).

Fuß-MRT – Häufige Befunde:

  • Bänderriss oder Bänderdehnung am Außenknöchel
  • Achillessehnenriss oder chronische Achillessehnenentzündung (Tendinopathie)
  • Osteochondrosis dissecans (Knorpel-Knochen-Schaden, meist am Talus)
  • Plantarfasziitis (Entzündung der Sehnenplatte an der Fußsohle / Fersensporn)
  • Arthrose der Fußwurzelgelenke
Hand MRT

MRT-Scan der Hand

Handgelenk und Fingergelenke (Finger-MRT) 

Feine Strukturen erfordern hier oft spezielle Spulen im MRT, um winzige Gewebeveränderungen sichtbar zu machen. Viele kleine Knochen, Bändern und Sehen müssen feinmechanisch, aber auch kraftvoll zusammenwirken. Die Hände sind die universalen Werkzeuge des Menschen. Schmerzen und Schwellungen am Handgelenk beeinträchtigen Patienten stark. Neben Verletzungen und Trauma ist bei Händen auch an Überlastung und an Rheuma zu denken. Freizeitverhalten und Beruf, Musikinstrumente oder spezielle wiederkehrende Handgriffe müssen berücksichtigt werden.

Im MRT sind die folgenden Strukturen sichtbar: Discus triangularis (TFCC / Knorpelscheibe an der Elle), Handwurzelknochen (z. B. Kahnbein), Handgelenksbänder, Beuge- und Strecksehnen, Fingergelenkskapseln.

Finger-MRT – Häufige Befunde:

  • TFCC-Läsion (Riss des Knorpelscheiben-Komplexes)
  • Kahnbeinfraktur (oft im Röntgenbild unsichtbar)
  • Karpaltunnelsyndrom (Verengung des Nervenkanals)
  • Frühstadien einer rheumatoiden Arthritis (chronische Gelenkentzündung)
  • Ganglion („Überbein“/Flüssigkeitsansammlung)
  • Sehnenscheidenentzündungen

Wirbelsäule und Iliosakralgelenke (Wirbelsäulen-MRT) 

Die Wirbelsäule besteht aus vielen aneinandergereihten Bewegungssegmenten und reicht über die Halswirbelsäule (HWS), die Brustwirbelsäule (BWS) und die Lendenwirbelsäule (LWS) bis über die Iliosakralgelenke an das Becken. Neben den Wirbelkörpern und Gelenken gibt es mit den Bandscheiben und den Nervenwurzeln wichtige Strukturen, die sich im MRT hervorragend darstellen lassen. Kommt es hier zu schmerzhaften Veränderungen werden diese zu den Beschwerden zugeordnet, um eine gezielte Behandlung zu ermöglichen. Die Nerven, die Kabel des Menschen, können bei Reizung oder Einklemmung Beschwerden verursachen (motorisch = Muskelschwäche, Bewegung, sensorisch = alle Qualitäten der Empfindungen der menschlichen Sensoren, Schmerz, Gefühlsverlust, Sensibilität, Kribbeln, Ameisenlaufen, brennende oder stechende Gefühlsempfindungen)

MRT Wirbelsäule

MRT-Scan der Wirbelsäule


Im MRT sind die folgenden Strukturen sichtbar:

  • Bandscheiben: Detaillierte Beurteilung von Ring und Gallertkern auf Verschleiß oder Vorwölbungen.
  • Rückenmark und Nerven: Darstellung des zentralen Nervensystems sowie der austretenden Nervenwurzeln. Wichtige neuronale Ursprünge klinisch relevanter Nerven (z.B. Ischias)
  • Knochen und Knochenmark: Erkennung der Wirbelkörperstruktur sowie Entzündungen und Flüssigkeitseinlagerungen.
  • Weichteile: Beurteilung der kleinen Wirbelgelenke, Bänder (z.B. Ligamentum flavum) und der angrenzenden Rückenmuskulatur.

Wirbelsäulen-MRT – Häufige Befunde:

  • Bandscheibenvorfälle, Protrusionen, Prolaps, Einrisse des Faserrings bis hin zu Sequestrierungen, Druck auf die Nerven durch Bandscheibengewebe
  • Facettengelenksarthrose (Verschleiß der Wirbelgelenke)
  • Einengungen von Neuroforamina und Spinalkanal, durch die die Nerven ziehen müssen
  • Sakroiliitis (Entzündung der Iliosakralgelenke, typisch bei Morbus Bechterew)
  • Aktivierte Arthrose (mit begleitender Entzündung)

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